Über Uns

Die Deutsch-Kurdische Gesellschaft wurde Oktober 2000 in Giessen gegründet. Sie ist ein eingetragener Verein und als gemeinnützig anerkannt. Die DKG-Gießen hat sich u.a. zum Ziel gesetzt, zur besseren Verständigung und Freundschaft zwischen deutschen und kurdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern beizutragen und Partnerschaften zwischen der Stadt Gießen und ihren Institutionen wie Hochschulen und Schulen mit kurdischen Städten und Institutionen anzubahnen. Neben der Pflege der Kultur setzt sich der Verein für Humanität und Völkerverständigung auf der Basis der allgemeinen Menschenrechte ein. Die Gesellschaft leistet ihren Beitrag zur Sicherung der Demokratie, der Freiheit und des Friedens auf der Grundlage der im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankerten demokratischen Grundordnung. Der Verein erfüllt seine Aufgabe u.a. durch Durchführung von Seminaren, Informations- und Kulturveranstaltungen, Ausstellungen und die Förderung der Jugend- und Frauenarbeit sowie die sozialpädagogische Betreuung Jugendlicher.

Die zahlreichen Bürgerinnen und Bürger kurdischer Abstammung in Gießen und Umgebung sieht der Verein als Brückenbauer zwischen den beiden Völkern. Diese mehr als 3000 Menschen sind Studentinnen und Studenten, UnternehmerInnen, ArbeitnehmerInnen, die mehrheitlich deutsche Staatsbürder sind. So sind die Mitglieder des Vereins sind Kurden und Deutsche. Da Kultur verbindet, wird das Newroz-Fest mit Musik und kulinarischen Köstlichkeiten im März eines jeden Jahres unter Anwesenheit bedeutender Vertreterinnen und Vertretern der Stadt, der Politik, der Wissenschaft und Wirtschaft in Gießen begangen. Viel Interesse und Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit rufen immer wieder die interessanten Veranstaltungen der Gesellschaft zu den verschiedensten Themen hervor und sie werden sehr gut besucht. Neben der Integration sind die Themenschwerpunkte Sport, politische Bildung, Mitarbeit in der Schule sowie politische, soziale und kulturelle Themen auch in Kurdistan.

In Deutschland leben ca. 1 Million Menschen kurdischer Abstammung. Sie sind die zweitstärkste MigrantInnengruppe in der Bundesrepublik. In Kurdistan leben ungefähr 40 Millionen Kurden in einem Siedlungsgebiet von rund 520.000 Quadratkilometern ohne einen eigenen Staat oder völkerrechtlich anerkannten Status. Sachliche Informationen über die Situation in ihrer Heimat, die geprägt ist durch politische Verfolgung, kulturelle Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen, sind nur in geringem Maße vorhanden. Dies liegt zum einen daran, dass in den Herkunftsländern Iran, Syrien und Türkei die Pflege der kurdischen Kultur und Sprache größtenteils unter Strafe gestellt wird. (s. Navend) Die Gesellschaft freut sich über jegliches öffentliches Interesse und Zusammenarbeit.