Persönlichkeiten

Ehmedê Xanî

geb. 1651 in Hakkari – gestorben 1707

Schriftsteller, Poet

Berühmtestes Werk: Mem û Zîn (Liebesdrama wie Romeo und Julia) sprach Kurdisch, Persisch und Arabisch

Persisch und Arabisch

Cigerxwîn

geb. 1903 in Mardin – gestorben am 22.Oktober 1984 in Stockholm

Dichter, Schriftsteller

Berühmtestes Werk: Kime ez? (Wer bin ich?)

Yilmaz Güney

geb. 1.April 1937 in Siverek – gestorben 9.September 1984 in Paris

Schauspieler, Regisseur

Mutter (kurdisch) Vater ( Zaza-Kurdisch)

Auch literarisch war Yilmaz Güney sehr begabt. Er schrieb mehrere Romane. Einer von seinen erfolgreichen Romanen ist „Boynu bükük öldüler“ („Sie starben gesenkten Hauptes“) aus dem Jahre 1971.

Bekanntester Film:

  • Yol – Der Weg (Für ihn erhielt er die Goldene Palme beim Film-Festival Cannes 1982)
  • Duvar, „Die Mauer“

Mehmed Uzun

geb. 1953 in Siverek – gestorben am 11.Oktober 2007 in Diyarbakir

Romanautor

berühmtestes Werk: Im Schatten der verlorenen Liebe, Roman

Bedirxan Beg

geb. 1802 in Cizre – gestorben 1868 in Damaskus

kurdischer Fürst

Zum Unbehagen der Osmanen traf Bedirxan mit den kurdischen Fürsten von Bitlis, Hakkâri, Mus, Van und Kars eine „Heilige Vereinbarung“. Später kam auch das Fürstentum Ardalan im Iran dazu. Bedirxan Beg war mit der neuen osmanischen Politik der Zentralisation unzufrieden, da sie die lokalen autonomen Fürstentümer bedrohte. Botan sollte zwischen den osmanischen Gouverneuren in Diyarbakir und Mosul aufgeteilt werden. Bedirxan erklärte 1842 die Unabhängigkeit Botans und begann eigene Münzen zu prägen. Die Osmanen versuchten einerseits Bedirxan unter Kontrolle zu halten und anderseits trafen sie militärische Vorbereitungen, um Cizre von mehreren Fronten her anzugreifen.

Mem û Zîn

Die Geschichte trägt sich in Botan zu. Am Neujahrstag (kurd. Newroz) haben sich die beiden jüngeren Schwestern des Herrschers (Emir), Zin und Siti, als Männer verkleidet. So können sie unerkannt in der Stadt herumspazieren und sich die Männer anschauen, die sie gerne heiraten würden. Sie treffen auf als Mädchen verkleidete Jünglinge, denen sie ihre Ringe schenken. Die jungen Herren sind Tadschin, der Sohn eines Ministers, und Mem, ein Schreiber am Hof. Als sie die Namen auf den Ringen der Mädchen sehen, bemerken sie, dass es sich um die Prinzessinnen handelt. Mem ist von Sehnsucht erfüllt nach Zin, deren Ring er trägt. Tadschin versucht ihn zu überzeugen, dass sie, die im Rufe der Stärke stehen, keine Schwäche zeigen dürfen. Aber Mem erklärt, dass er seine Stärke und Tapferkeit verloren hat und durch die Liebe zu Zin aufgezehrt wird. Inzwischen haben die Schwestern erfahren, dass die zwei Ringe nun Mem und Tadschin gehören.

Weil Mem ihm Leid tut, vertraut sich Tadschin seinen Brüdern und einflussreichen Freunden an, die sogleich seine Heirat mit Siti arrangieren. Ihre Strategie baut darauf, dass Mem alsbald um die Hand von Zin halten kann. Nach der Hochzeit gibt Tadschin dem Emir den Rat, seinen Türhüter Bakr, den er für niederträchtig hält, zu entlassen. Dieser wiederum versucht sich an Tadschin zu rächen. Es gelingt ihm, den Emir zu überzeugen, dass Tadschin die Stellung des Emirs usurpieren wolle. Der Emir, der große Stücke auf Tadschin hält, zweifelt zunächst daran. Als Beweis für Tadschins Arroganz führt Bakr an, dass Tadschin die Schwester seiner frisch angetrauten Frau, Zin, Mem versprochen habe. Durch eine List erreicht Bakr, dass Mem seine Liebe für Zin gegenüber dem Emir preisgibt. Dies scheint Bakrs Verschwörungstheorie zu bestätigen. Der erzürnte Emir lässt Mem einkerkern und in Ketten legen. Das Leiden der beiden Liebenden beginnt. Erst kurz vor ihrem Tod werden sie sich wieder sehen.

Mem und Zin verzehren sich nacheinander. Ihr Leiden führt sie auf eine mystische Suche nach reiner, geistiger Liebe. Ihre Sehnsucht wird zu einem Streben nach dem Tod, um so eine Vereinigung mit Gott herbeizuführen. Unterdessen warten Mems Freunde und Zins Schwester hilflos auf den Emir, damit er seine Fehler oder wir opfern unser Leben“. Sie bedrängen den Emir, Mem freizulassen und drohen wiedergutmacht. Schließlich drängt Tadschins Bruder darauf, den Emir unter Gewaltanwendung zur Freilassung Mems zu zwingen: „Entweder befreien wir Mem mit Gewalt damit, ihn zu befreien. Der Emir fürchtet einen Aufstand und macht sie glauben, er gebe ihren Forderungen nach. Wahrheit hat Bakr ihn schon überredet, Mem zu töten. Als der Emir seine Schwester besucht, um sie in seinen Plan gegen Mem einzubeziehen, findet er sie sterbenskrank vor. Er ist bestürzt, als er das Leiden erkennt, das er über die beiden gebracht hat, und voller Bedauern über seinen Betrug an seiner Schwester und Mem. Die Nachricht, dass Mem dem Tode nahe ist, gibt Zin neue Kraft. Sie versichert ihrem Bruder, dass sein Mitleid und seine Reue ihre Seele befreit hätten, so dass sie ihren Körper verlassen und zu Mems Seele fliegen könne. Sie bittet ihren Bruder, ihr Begräbnis mit einem Fest zu feiern, so prächtig wie die Hochzeit ihrer Schwester. Er möge auch Einsamen, Armen und Unterdrückten helfen sowie Dichtern und Künstlern, die „wie eine Kerze brennen“, um ihre Mitmenschen zu erleuchten. Kurze Zeit später wird Mem aufgefordert, sich zum Emir zu begeben, weil er ihn freilassen wolle. Aber Mem weigert sich, „ein Diner, Sklave oder Gefangener von jemand anders außer Gott zu sein“. Im Tode sind die Liebenden vereint. Am Ende tötet Tadschin Bakr, um Mems Leiden zu rächen.

Mem ist eine heroische Gestalt, da er sein Leben für seine Liebe zu Zin und seine Ehre opfert. Er wird gewöhnlich als ein Symbol eines versklavten, unterworfenen Kurdistans angesehen; die Geschichte soll zeigen, wie die Nation gerettet werden kann. Sämtliche Personen in der Geschichte sind Kurden und symbolisieren Stärken und Schwächen des Volkes.

Johann Wolfgang von Goethe

28. August 1749 in Frankfurt am Main; ? 22. März 1832 in Weimar

Dichter

Goethe war ein Vorreiter und der wichtigste Vertreter des Sturm und Drangs

Berühmtestes Werk: Die Leiden des jungen Werthers

1775 begann er mit geologischen und botanisches Schriften

Friedrich Schiller

Geb. am 10. November 1759 in Marbach am Neckar ? 9. Mai 1805 in Weimar

Deutschsprachiger Dichter, Philosoph ,Dramatiker, Lyriker und Historiker

Berühmtestes Werk: Wilhelm Tell

Ehe Goethe und Schiller zu dem legendären Freundespaar der Weimarer Klassik wurden, das sich fast täglich besuchte und nicht nur literarisch, sondern auch philosophisch und naturwissenschaftlich miteinander austauschte, sich half und gegenseitig motivierte, waren sie Konkurrenten.

Marlene Dietrich

Geb. 27. Dezember 1901 in Schöneberg (heute Ortsteil von Berlin) ; ? 6. Mai 1992 in Paris

deutsche Schauspielerin, Sängerin

Während des Nationalsozialismus in Deutschland weigerte sich die Schauspielerin, die NS-Propaganda zu unterstützen. Stattdessen engagierte sie sich während des Zweiten Weltkriegs bei der US-Truppenbetreuung, indem sie für die amerikanischen Soldaten sang und Verwundete in Lazaretten besuchte. Nach Kriegsende wurde ihr die Freiheitsmedaille durch den Präsidenten der Vereinigten Staaten verliehen.

Durchbruch : „Blauen Engel“

Bertolt Brecht

Geb. 10.Februar 1898 in Augsburg; ? 14.August 1956 in Ost-Berlin

Deutscher Dramatiker und Lyriker

Besonders berühmtes Werk, weil es weit verbreitet und in den 20er Jahren in Deutschland sehr erfolgreich war: Die Dreigroschenoper

Mit seinem Gesamtwerk, das sich kritisch mit Freiheit, sozialer Gerechtigkeit und Verantwortung des einzelnen auseinandersetzt, erlangte Brecht den Status eines modernen Klassikers